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Im Sommer 2007 wurde das Projekt Wikingerzelt endlich realisiert. Die Idee dieses Projekts stammte aus der Zeitschrift Karfunkel, in der ein Workshop dazu zu finden war. Recherchen über die historische Belegbarkeit und anschließende lange Gespräche mit meinem Vater folgten. Fest steht das es keine handfesten Beweise für die Verwendung von Zelten aus dieser Epoche gibt. In dem Osebergfund sind ein paar Bretter enthalten die vielleicht zu einer Zeltkonstruktion gehört haben können, genausogut könnten sie aber auch einen ganz anderem Zweck gedient haben. Demnach sind wir auf eine gedankliche Zeitreise gegangen und versuchten Antworten zu finden. Wann und wozu könnten die Wikinger Zelte benötigt haben? Welche Ansprüche werden sie an diese Zelte gestellt haben? Welche Materialien werden sie verwendet haben?
Die Ansprüche die dabei an das provisorische Zelt gestellt wurden dürften in erster Linie Schutz vor Wind und Regen während der Nacht gewesen sein. Zudem sollte es aus praktischen Gründen schnell auf- und abzubauen sein, was die Möglichkeit des vor Ort geschlagenen Holzes zwar nicht ausschließt, aber unwahrscheinlich erscheinen lässt. Egal wie dieser Wetterschutz damals ausgesehen hat, mit dem uns heute bekannten Wikingerzelt wird es, wenn überhaupt nur geringe Ähnlichkeit gehabt haben.
Bisher konnten wir es leider noch nicht auf seine Altagstauglichkeit testen, aber wir hoffen das wir im nächsten Sommer dazu die Zeit und die Möglichkeit finden werden.
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Am 26. April 2008 war es dann soweit. OK, eigendlich war es die Nacht auf den 26ten so um die Geisterstunde. Bei der Heimkehr von einer Geburtstagsfeier steckte noch zu viel Energie in meinem Körper, als dass ich schon ins Bett fallen sollte. Es könnte natürlich auch an den geistigen Getränken auf der Feier gelegen haben. Jedenfalls schleppte ich auf leisen Sohlen, um den Rest nicht zu wecken, sämtliches Geraffel aus dem Keller in den Garten, machte ein paar Fackeln und ein kleines Feuerchen an und began mit dem Aufbau. Nach getaner Arbeit hatte ich dann auch die nötige Bettschwere, lief noch ein letztes mal in den Keller, um Felle und Decken zu holen, und bettete mich zur Ruhe. Gerne hätte ich die Gesichter meiner Stiefmutter und meines Vaters am nächsten Morgen gesehen, aber zwischen den Fellen war es dann einfach zu kuschelig, um frühzeitig aufzustehen. | ||
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